Krieg in Nahost: US-Vizepräsident Vance warnt Israel vor Kritik an Iran-Abkommen
Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Netanjahu schließt Truppenabzug aus dem Südlibanon aus Erste Schiffe passieren Straße von Hormus Israel weitet militärische Kontrollzone in Libanon aus Israel bricht Kontakt zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab Reaktionen auf den Friedensdeal: Irans Regime feiert, Trump droht US-Vizepräsident Vance warnt Israel vor Kritik an Iran-Abkommen US-Vizepräsident J.
D. Vance warnt Israel vor Kritik am vorläufigen Abkommen mit Iran. Er würde an Israels Stelle "vielleicht nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, den ich auf der ganzen Welt noch habe", sagt Vance in Washington.
US-Präsident Donald Trump sei "das einzige Staatsoberhaupt auf der ganzen Welt, das dem Staat Israel in diesem Moment wohlgesonnen ist". Wer in Israel glaube, das größte Problem sei der US-Präsident, müsse "aufwachen und die Realität der Lage erkennen". Vance verweist zudem darauf, dass die USA den Großteil der israelischen Verteidigungswaffen finanzieren.
Laut Vance gibt es schriftliche Nebenabreden mit Iran US-Vizepräsident J.D. Vance hat angedeutet, dass die Vereinbarungen zwischen den USA und Iran über das bislang bekannte Abkommen hinausgehen könnten. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus sprach Vance von sogenannten „informelle Absprachen" (Gentlemen's Agreements) zu einzelnen Aspekten der Verhandlungen.
Auf die Frage nach solchen Nebenabsprachen sagte Vance, einige davon seien sogar schriftlich festgehalten worden. Es sei aber zweitrangig, ob es sich bei einzelnen Zusagen um ein Memorandum, informelle Vereinbarungen oder ein späteres endgültiges Abkommen handle. „Es geht um Überprüfung", sagte der Vizepräsident.
Die USA vertrauten nicht auf Worte, sondern auf Taten. Nach Angaben von Vance hat der Iran zugesagt, künftig kein Uran mehr anzureichern und internationalen Inspektoren Zugang zu gewähren, damit Bestände hoch angereicherten Urans zerstört werden können. Sollte Teheran diese Zusagen einhalten, sehe die Vereinbarung verschiedene Gegenleistungen vor, sagte Vance.
Nähere Angaben dazu machte er nicht. Bislang sind nur Teile der Absprachen öffentlich bekannt. Iran besteht auf Antragspflicht für Hormus-Passage – zunächst keine Gebühren Iran verzichtet nach einer Vereinbarung mit den USA für 60 Tage auf Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus.
Dies teilt der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Landes staatlichen Medien zufolge mit. Eine neu geschaffene Behörde solle die Genehmigungen erteilen. Aus Sicherheitsgründen müssten sich Schiffe an die zugewiesenen Routen und Zeiten halten.
Zudem sei im Rahmen der Vereinbarung die Räumung von Minen vorgesehen. Netanjahu schließt Truppenabzug aus dem Südlibanon aus Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen Truppenabzug aus Südlibanon bis auf Weiteres ausgeschlossen. Netanjahu bezeichnete in einer Rede die von der Armee errichtete „Sicherheitszone“ als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz in Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael.
Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein. Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor, enthält aber keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen.
Die Hisbollah-Miliz ist der wichtigste Verbündete Irans in der Region. Chamenei billigt Absichtserklärung mit den USA trotz Vorbehalten Irans geistliches Oberhaupt Modschtaba Chamenei billigt eine von den Präsidenten Irans und der USA unterzeichnete Absichtserklärung trotz eigener Vorbehalte. Er habe Zusicherungen von Präsident Massud Peseschkian und anderen hochrangigen Vertretern erhalten, dass die Rechte Irans und die Interessen der "Widerstandsfront" gewahrt blieben, erklärte Chamenei.
In einer schriftlichen Botschaft an die Nation heißt es, Peseschkian trage als Chef des Nationalen Sicherheitsrates die Verantwortung für den Schutz der iranischen Interessen. Der Präsident habe zugesichert, bei überzogenen Forderungen der Regierung in Washington nicht nachzugeben. Direkte Verhandlungen mit den USA bedeuteten zudem nicht, die Position des Feindes zu akzeptieren, erklärte Chamenei.
Erste Schiffe passieren Straße von Hormus Einige Öl- und Gastanker haben begonnen, die Straße von Hormus zu durchfahren – darunter Schiffe im Besitz des staatlichen saudischen Tankerriesen. Die Durchfahrten können als frühes Anzeichen dafür gewertet werden, dass die Schifffahrtsbranche auf das vorläufige Friedensabkommen zwischen den USA und Iran reagiert. Auch die wochenlange US-Seeblockade iranischer Häfen ist nach Angaben des US-Militärs aufgehoben.
Drei beladene Supertanker unter der Kontrolle der saudischen Reederei Bahri schalteten am Donnerstag im Golf von Oman ihre Ortungssignale wieder ein. Die Schiffe – Shaden , Jaham und Awtad – hatten seit Kriegsbeginn im Persischen Golf festgesessen. Auch ein Schiff mit katarischem Flüssigerdgas (LNG) sowie ein chinesischer Kraftstofftanker verließen das Gebiet.
Zwar ist das Verkehrsaufkommen im Vergleich zur Zeit vor dem Krieg noch gering, doch die Passage der saudischen Schiffe durch die strategisch wichtige Wasserstraße ist von Bedeutung: Händler werden genau beobachten, ob in den kommenden Stunden und Tagen weitere Schiffe, die in der Straße von Hormus festsaßen, auslaufen und damit möglicherweise eine neue Welle von Öl auf den Markt bringen. Vor der Unterzeichnung des vorläufigen Friedensabkommens saßen mehr als 100 Öltanker fest, darunter etwa 30 Supertanker mit einer Kapazität von jeweils 2 Millionen Barrel. Obwohl die Erwartu